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Die vermutlich beste glutenfreie Pizza mit Mehl aus Neapel | Bake my day - glutenfrei
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Bakemyday glutenfrei glutenfreie Pizza Neapel

Die vermutlich beste glutenfreie Pizza mit Mehl aus Neapel

Auf meiner Rundreise durch Italien habe ich eine Nacht in Neapel verbracht. Leider waren wir auf der Durchreise und konnten die schöne Stadt daher nicht so sehr würdigen, wie sie es verdient hätte. Wir kamen am späten Nachmittag an und mussten am nächsten Morgen um 6 Uhr schon wieder das Taxi zum Flughafen nehmen. Aber eins steht fest: Neapel steht ganz weit oben auf der Liste der Städte, die ich mir noch genauer ansehen muss. Wenn ihr selber mal in Italien seid, habe ich hier schon tolle Tipps für Rom zusammengestellt. Jetzt berichte ich euch aber alles über die glutenfreie Pizza.

Bei einer kleinen Recherche, wo wir noch etwas Leckeres zu Essen herbekommen könnten, bin ich auf eine sehr interessante glutenfreie Mehlmischung gestoßen. Dass Neapel die Heimatstadt der Pizza ist, war mir klar, aber dass Neapels älteste Mehlmühle für Pizzamehl auch glutenfreies Pizzamehl herstellt, hat mich überrascht. Antimo Caputo ist eine alte Familienmühle, die schon früher alle Pizzerien mit ihrem Mehl belieferte. Wahnsinn, oder?

Besucht habe ich die Familienmühle leider nicht, aber sofort das Mehl bestellt und nach Hause liefern lassen. 

Es gibt außerdem einige Merkmale einer neapolitanischen Pizza, die man auf jeden Fall beachten sollte:

Richtig essen: Die Pizza wird zweimal gefaltet und dann gegessen. So kann keine Soße auslaufen und man schmeckt jede Lage zu gleichen Teilen.

Der Durchmesser der Pizza ist zwischen 30 und 35 cm breit. Nicht größer und nicht kleiner!

Der Rand ist erhöht, sehr luftig gebacken und nicht verbrannt! Also rechtzeitig aus dem Ofen holen!

Der Boden der Pizza ist elastisch. 

Wusstet ihr, dass noch Mitte der fünfziger Jahre in Italien außerhalb Neapels nur etwa zehn Pizzerien existierten? Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.*

Der Teig geht über Nacht im Kühlschrank.

Die Hefe entfaltet sich über Nacht durch die alkoholische Gärung und bindet so alle Zutaten im Teig. Langsam aber sicher arbeitet sie an der Teiggärung, die den Teig schön locker werden lässt (siehe Bilder). Der Teig fühlt sich richtig elastisch an und lässt sich so hervorragend weiterverarbeiten. Perfekt, für unsere glutenfreie Pizza.

Das Mehl ist richtig fein. Viel feiner als jede fertige Mehlmischung, die ich bisher in den Fingern hatte. Die Inhaltsstoffe sind allerdings nicht die Gesündesten. Es besteht zum großen Anteil aus verschiedenen Stärkemehlen und Dextrose. Ich finde, man macht nicht jeden Tag so eine leckere Pizza und da ist es völlig in Ordnung, wenn man einmal nicht nur Vollkornmehl verwendet. 

Natürlich konnte ich es kaum erwarten, eine richtige italienische glutenfreie Pizza zu Hause zu genießen. Meine Geduld wurde aber noch etwas auf die Probe gestellt. Es war Weihnachten… Wir mussten also warten, bis die Geschäfte wieder geöffnet hatten, da wir italienischen Büffelmozzarella und eine leckere scharfe Salami auf der Pizza haben wollten. 

Am 2. Weihnachtsfeiertag wurde dann der Teig zubereitet, damit er am Tag darauf gebacken und genossen werden konnte. 

Wenn ihr diese Mehlmischung auch ausprobieren wollt, dann könnt ihr sie hier** bestellen.

Ich spanne euch nicht länger auf die Folter. Hier ist das Rezept für meine glutenfreie Pizza:

Für eine bessere Übersicht habe ich das Rezept in 2 Teile unterteilt. Einmal der Teig und zum anderen din Belag. So ist es ein modulares Rezept.

Viel Spaß beim backen,

Judith

-Bake ma day-

Die vermutlich beste glutenfreie Pizza mit Mehl aus Neapel _ Der Pizzateig

Portionen: 4 Pizzen
Autor: Judith

Zutaten

  • 1 kg Fioreglut-Mehlmischung
  • 600–800 ml lauwarmes Wasser
  • 1–2 Pck. Trockenhefe
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zucker

Anleitungen

  • 600 g Mehlmischung mit Salz vermischen.
  • 800 ml lauwarmes Wasser abmessen und ca. 100 ml davon mit der Hefe und dem Zucker vermischen. Wenn sich dezente Bläschen bilden, ist die Hefe aktiv und kann verwendet werden.
  • Das Olivenöl und die Hefe-Wasser-Mischung zum Mehl geben.
  • In der Knetmaschine den Teig langsam kneten. Das Wasser langsam hinzufügen, bis ein sehr weicher Teig entsteht. Der Teig ist noch nicht knetbar. Ich habe hierfür 600 ml Wasser benötigt.
  • Den Teig abgedeckt ca. eine Stunde gehen lassen. Sein Volumen sollte sich deutlich vergrößern.
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  • Die Arbeitsfläche bemehlen und den Teig mit mehr Mehl vermischen. Die genaue Menge habe ich nicht abgemessen, aber es kam noch Einiges dazu. Die Konsistenz des Teiges sollte so sein, dass er gut knetbar, aber nicht zu mehlig ist. Das Mehl sehr sanft einkneten.
  • Ca. 300 g abwiegen und in kleine Behälter wie z. B. Weckgläser, kleine Rührschüsseln oder Dosen füllen. Bei mir waren es 4 Portionen. Diese mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank über Nacht ruhen lassen. Es kann gut sein, dass sich das Volumen nochmals vergrößert. Also nehmt lieber nicht zu kleine Behälter. Wichtig ist auch, dass sie luftdicht verschlossen sind, da der Teig sonst an manchen Stellen austrocknet.
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  • Am Backtag den Ofen mit Pizzastein auf Umluft so hoch einstellen, wie es geht. Bei mir waren es 300° C.
  • Wenn der Ofen heiß genug ist und die Zutaten parat liegen, ist es Zeit für den Pizzateig. Den Teig auf einem ganz leicht bemehlten Backpapier etwas kneten, bis er sich gut zum Ausrollen anfühlt.
  • Anschließend mit den Händen eine Kugel formen und diese von innen nach außen zu einem Kreis ausdrücken. Der Rand darf nicht flach gedrückt werden, damit er im Ofen schön aufgeht. Eine Pizza ist immer innen dünner als außen. Hier kein Nudelholz verwenden!
  • Mit den gewünschten Zutaten belegen und vorsichtig in den Ofen befördern.
  • Lange braucht die Pizza nicht. Wenn der Käse langsam braun wird, der Rand gut aufgeht und der Pizzaboden etwas hart wird, ist die Pizza fertig.
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Pizzabelag

Das Rezept für den Pizzateig findet ihr weiter oben in diesem Artikel.
Autor: Judith

Zutaten

  • 1 Dose passierte Tomaten
  • Prise Salz
  • Prise Pfeffer
  • Oregano
  • Rosmarin
  • 1 Prise Zucker
  • 2 Büffelmozzarella
  • 12 Scheiben italienische scharfe Salami
  • geriebener Pizzakäse

Anleitungen

  • Während der Backofen vorheizt, bereitet ihr die Tomatensoße vor. Passierte Tomaten, Oregano, Salz und 1 Prise Zucker zusammen in einem Topf kurz aufkochen lassen und einige Zeit vor sich hin köcheln lassen. Herd aus, Topf zur Seite stellen.
  • Pizza belegen: Zuerst Tomatensoße, nur ganz wenig, damit nicht zuviel Flüssigkeit auf der Pizza ist. Dann mit geriebenem Käse bestreuen, mit Salami belegen und anschließend etwas Büffelmozzarella drauflegen. Diese nicht zu nah am Rand platzieren, damit wenig Flüssigkeit überlaufen kann.

Unbezahlte Werbung. Dieser Artikel beruht einzig und allein auf meinen Recherchen und Erfahrungen. Ich habe keine Kooperation oder Ähnliches. Das Mehl habe ich gekauft und ausprobiert. 

*Quelle: Neon, unnützes Wissen.

**Partner-Link Amazon. Solltet ihr das Mehl über diesen Link kaufen, bekomme ich eine kleine Provision. Ich denke, dass ist vertretbar.

Judith Eckstein
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