Top
Toastbrot nach Salz-Hefe-Verfahren #synchronbacken | Bake my day - glutenfrei
fade
4740
post-template-default,single,single-post,postid-4740,single-format-standard,eltd-core-1.2.1,flow child-child-ver-1.0.1,flow-ver-1.6.2,eltd-smooth-scroll,eltd-smooth-page-transitions,ajax,eltd-grid-1300,eltd-blog-installed,page-template-blog-standard,eltd-header-vertical,eltd-fixed-on-scroll,eltd-default-mobile-header,eltd-sticky-up-mobile-header,eltd-dropdown-default

Toastbrot nach Salz-Hefe-Verfahren #synchronbacken

Darauf einen Toast!

#synchronbacken Februar 2019

Anders als beim Synchronschwimmen brauche ich fürs Synchronbacken keine lästige Nasenklammer – zumindest wenn ich alles richtig mache. 😀

Bei dem Blogevent von Zorra, das sie gemeinsam mit Sandra veranstaltet, backen alle Teilnehmer das gleiche Rezept synchron und halten sich auf Facebook und Instagram über die Hashtags #synchronbacken, #snychronbackendasoriginal und #synchrontoast gegenseitig auf dem Laufenden. Dieses Mal haben richtig viele Bäcker und Bäckerinnen an dem Event teilgenommen.

Thema war dieses Mal ein Toastbrot mit Salz-Hefe-Verfahren nach dem Rezept vom Brotingenieur. Damit steht der Winter in meinem Blog wohl eindeutig unter dem Motto Toastbrot. Falls ihr eine kleine Inspiration braucht, wie ihr das Toastbrot gut servieren könnt, habe ich hier ein tolles 3-Gänge-Toast-Menü für euch.

Backmalz

Da das Rezept Backmalz erfordert, mit dem ich eher wenig Erfahrung habe, habe ich mich etwas belesen und glutenfreies Backmalz hergestellt. Die Vorbereitungen starteten somit bereits am Freitag. Nach einem Rezept von Steffi von KochTrotz habe ich Buchweizen ankeimen lassen, dieses im Backofen getrocknet und anschließend gemahlen. Das hat hervorragend funktioniert und jetzt habe ich reichlich Backmalz für weitere leckere Brote. Hier findet ihr das ganze Rezept.

Zusätzlich habe ich meinen Lievito Madre aktiviert, damit ich dem Teig noch ein kleines Extra an Fluffigkeit geben kann.

Den Salz-Hefe-Ansatz verwendet man, um leicht formbare und elastische Brotteige herzustellen. Am Vortag stellt man eine zehnprozentige Salzlösung her und vermischt diese mit der Hefe. Das Gemisch lässt man 4 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank stehen. Durch einen Prozess, den man Plasmolyse nennt, wird die Zellflüssigkeit aus der Hefe gezogen und die Hefeenzyme treten aus. Tatsächlich sterben die Hefezellen ab, die Gärungsenzyme bleiben jedoch enthalten. Dies gewährleistet eine Triebkraft im Teig. Hauptsächlich wird dieses Verfahren für Weizen- und Dinkelteige eingesetzt. Ich habe es diesmal in der glutenfreien Bäckerei angewendet.

Um alles zeitgemäß abzuarbeiten, habe ich folgenden Zeitplan erstellt:

FR

Backmalzherstellung beginnen

SA

Salz-Hefe-Ansatz herstellen

Lievito Madre aktivieren

SO

Toast backen

Ein solcher Zeitplan hilft mir, damit ich nichts vergesse. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man auf eine Zutat wie z. B. den Lievito Madre verzichten muss, weil nicht mehr genügend vorhanden ist.

Auf die Vorbereitungszeit folgte Sonntag, der Backtag. Die ersten beiden Ergebnisse waren leider gar nichts. Der Teig ist nicht aufgegangen, weder in der Gärzeit noch später im Backofen. So hatte ich Sonntag leider kein Toastbrot.

Meine Vermutung war, dass das Wasser für die Salz-Hefe-Mischung etwas zu warm gewesen ist. Also habe ich es noch ein drittes Mal versucht und kälteres Wasser verwendet. Ohne Thermometer ist das immer so eine Sache – das wird auf jeden Fall meine nächste Anschaffung.

Dieser Versuch hat richtig gut funktioniert. Endlich erhielt ich ein leckeres Toastbrot, das reif für den Blog ist. Das Dranbleiben hat sich gelohnt. Allerdings muss ich euch gestehen, dass ich ein ganz kleines bisschen geschummelt habe. Ich habe ein bisschen Hefe in den Teig geschmuggelt, damit er eine noch bessere Triebkraft erhält.

Eine vierte Version habe ich aber ohne zusätzliche Hefe gemacht. Dieser Teig ist deutlich mehr aufgegangen als die ersten Versuche.

So habe ich hier das aktuelle Rezept für euch. Ein leckeres luftiges Toastbrot. Es kann allerdings gut sein, dass ich es nochmal anpasse. Ganz am Ende bin ich noch nicht 😉

Hier findet ihr die tollen Toastbrote der anderen Teilnehmer-Blogs. Ich finde, da sind einzigartige Brote entstanden!

Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Backmaedchen 1967
Linal’s Backhimmel
Küchentraum & Purzelbaum
Salamico
Küchenmomente
zimtkringel
Soni-Cooking with love
Cakes, Cookies and more
auchwas
Brotwein
Summsis Hobbyküche
dulcipessa
pfanntastisch
Brittas Kochbuch
volkermampft
Vive la réduction
Backen mit Leidenschaft
From-Snuggs-Kitchen


Toastbrot nach Salz-Hefe-Verfahren
(Form für 1 kg, 30 x 9 x 9 cm)
Autor: Judith
Zutaten
Salz-Hefe-Ansatz:
  • 100 g Wasser 20° C
  • 10 g Salz
  • 15 g Hefe oder 10 g
Hauptteig
  • 125 g Salz-Hefe-Ansatz
  • 150 g Reismehl
  • 150 g Sorghummehl oder Teffmehl
  • 130 g Kichererbsenmehl
  • 100 g Tapiokastärke
  • 10 g Xanthan
  • 280 g Wasser
  • 10 g Backmalz
  • 7 g Hefe optional
  • 40 g Lievito Madre aktiv optional
  • 25 g Butter Kühlschranktemperatur
Anleitungen
  1. Am Vortag den Salz-Hefe-Ansatz herstellen. Dafür das Wasser und Salz gut mischen bis das Salz sich ganz aufgelöst hat. Anschließend Hefe in der Mischung aufschlämmen. Die Mischung muss mindestens 4 h bei 5° C ruhen! Besser aber über Nacht. Wir brauchen schließlich alle unseren Schönheitsschlaf!

  2. Backmalz nach Anleitung von KochTrotz herstellen.
  3. Den Teig bis zum vollständigen Lösen vom Kesselrand auskneten, anschließend 10 Minuten in der Schüssel ruhen lassen. Danach den Teig in zwei Teile aufteilen, zur Kugel formen und langstoßen (Länge der Kastenform). Beide Stränge miteinander verzwirbeln und in die gefettete Toastbrotform mit Deckel geben. Wichtig ist, dass die Teigenden sehr eng zusammenkommen, damit sie sich gut ineinander binden können.
  4. Der Teig darf nun an einem warmen Ort in der Form heranreifen (ca. 1 h), bis man ihn durch die Löcher im Deckel (bei Verwendung einer speziellen Toastbrot-Form) erkennen kann, bzw. er sein Volumen deutlich vergrößert hat. Den Ofen zwischenzeitlich auf 190° C vorheizen.
  5. Die Toastbrot-Form schließen, den Ofen auf 230° C hochschalten und 35 Minuten backen. Hier eine Schüssel mit Wasser in den Ofen stellen. Anschließend die Form aus dem Ofen nehmen, Deckel öffnen und Toastbrot herauskippen. Das Toastbrot hat eine sehr schwache Kruste, daher noch einmal 5–10 Minuten bis zur gewünschten Bräunung ohne Kasten zurück in den Ofen geben.
  6. Das Toastbrot ist nun fertig! Wer eine weiche Kruste bevorzugt, kann das Toastbrot nach 15 Minuten Auskühlzeit in eine Plastiktüte geben, damit es “schwitzt”. Ich bin davon allerdings kein Freund, da es die Schimmelbildung fördert.
Rezept-Anmerkungen

Info: Wer keine Toastform hat, kann auf eine einfache Kastenform eine doppelte Lage Alufolie legen und Löcher hineinstechen. Wichtig ist dabei, dass die Alufolie sehr stramm sitzt, da sich der Teig sonst dagegen drückt und wieder eine Rundung formt. Alternativ klappt es aber auch ohne Deckel.

sad

Judith Eckstein
14 Comments
  • Soni

    Was für ein tolles Brot – sieht so lecker aus.
    Und dann auch noch Backmalz selbst gemacht – bin echt begeistert.
    Liebe Grüße
    Soni

    10. Februar 2019 at 13:19 Antworten
    • Judith

      Danke. Ja das musste dann irgendwie alles sein. Hat sich aber gelohnt finde ich 😉

      11. Februar 2019 at 16:45 Antworten
  • zorra

    Wow, du bist ja hartnäckig und sogar Backmalz selbst gemacht. Bravo!

    7. Februar 2019 at 8:43 Antworten
    • Judith

      Haha. Ja. Ich hätte mich nicht mit einem kompakten Toastbrot zufrieden gegeben 🤣

      7. Februar 2019 at 8:45 Antworten
  • Katrin

    Ich finde es richtig schwierig, wenn jemand Unverträglichkeiten hat und gerne mal Brot oder Toast oder Kuchen essen möchte. Da finde ich es super, wenn es so engagierte Blogger ,wie dich gibt, die stundenlang experimentieren ,um solche Ergebnisse hervor zu bringen. Hut ab und einen schönen Tag.
    Gruß Katrin

    7. Februar 2019 at 5:25 Antworten
    • Judith

      Danke liebe Katrin. Ich hatte es mir einfach in den Kopf gesetzt. Manchmal braucht es eben den ein oder anderen Anlauf aber es hat sich gelohnt. 😉

      7. Februar 2019 at 7:01 Antworten
  • Steffi

    Liebe Judith,

    da hast du ja ganz schön Ausdauer bewiesen und das hat sich auch definitiv gelohnt! Dein Toastbrot sieht mega toll aus und auch von deinem selbst gemachten glutenfreien Backmalz bin ich wirklich beeindruckt.

    Liebe Grüße, Steffi

    6. Februar 2019 at 20:42 Antworten
    • Judith

      Liebe Steffi! Danke. Ich freue mich sehr über dein Kommentar. Es musste einfach klappen. Ich wollte es unbedingt. Schmeckt auch richtig lecker. Backmalz werde ich jetzt öfter einsetzen. Hihi.

      7. Februar 2019 at 7:00 Antworten
  • Britta von Backmaedchen 1967

    WOW da hast du dir ja richtig viel Mühe gemacht…Das mit dem richtig aufgehen war bei mir auch das Problem und mein Wasser hatte 20 Grad laut Thermometer tja manchmal steckt eben der Wurm drin da kann man dann nix machen. Mein zweiter Versuch ist deutlich besser geworden aber 4 x hätte ich das nicht gemacht Nenene, aber es hat sich ja bei dir gelohnt es sieht super aus dein Toastbrot.

    Liebe Grüsse
    Britta

    6. Februar 2019 at 18:10 Antworten
    • Judith

      Hey, danke für dein lieben Kommentar. Ich musste es dann einfach irgendwie hinbekommen. Bis heute! So ist das, wenn ich mir einmal was in den LKoopf gesetzt habe 😉

      6. Februar 2019 at 18:14 Antworten

Post a Comment